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Feinstaub Emissionsfaktoren und Emissionsaufkommen bei kleinen und mittleren Feuerungsanlagen
Feinstäube gelten aufgrund ihrer Lungengängigkeit für den Menschen als gesundheitsgefährdend. Deshalb sehen europäische und nationale Rechtsvorschriften zur Luftqualität u. a. anspruchsvolle Anforderungen zur Begrenzung der Feinstaubkonzentrationen in der Außenluft vor. Die Einhaltung dieser Anforderungen erfordert geeignete Maßnahmen zur Senkung der Feinstaubemissionen bei allen relevanten Quellgruppen. Für kleine und mittlere Feuerungsanlagen der Haushalte und Kleinverbraucher eine der vermeintlichen Hauptemissionsquellen wurden neue Erkenntnisse im Rahmen eines vom Umweltbundesamt in Auftrag gegebenen Forschungsvorhabens ermittelt. Dabei wurden vom Institut für Verfahrenstechnik und Dampfkesselwesen (IVD) der Universität Stuttgart systematische Untersuchungen zur aktuellen und künftigen Emissionssituation dieser Quellgruppe durchgeführt.
Hierzu wurden neue Emissionsfaktoren und aktuelle Partikelemissionen von kleinen und mittleren Feuerungsanlagen für feste oder flüssige Brennstoffe im Geltungsbereich der 1. BImSchV (Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen) ermittelt. Die Partikelemissionen wurden differenziert nach der Gesamtmasse der emittierten Partikel (Gesamtstaub) und den Anteilen der Partikelfraktionen PM1, PM2,5 und PM10. Dazu wurden Partikelmessungen auf dem Prüfstand an Einzelfeuerstätten (Dauerbrandofen, Heizeinsatz für Kachelofen, Kamineinsatz und Kaminofen) und Heizkesseln (Stückholzkessel, Hackgutfeuerung und Kessel-Pelletfeuerung) durchgeführt. Stellvertretend für größere Feuerungen im Bereich der Kleinverbraucher wurden Messungen an Vorschubrost- und Unterschubfeuerungen vorgenommen. Außerdem wurde das Emissionsverhalten von Heizölkesseln beim Einsatz von leichten Heizölen mit unterschiedlichen Schwefelgehalten und beim Zusatz eines ferrocenhaltigen Additivs untersucht. Anhand der durchgeführten Untersuchungen wurde das Minderungspotenzial für Partikel ermittelt und die zukünftige Emissionsentwicklung für Feuerungsanlagen des Haushalts- und Kleinverbraucherbereichs abgeschätzt.
Seiten 17 - 22
Zitierfähig mit Smartlink: http://www.IMMISSIONSSCHUTZdigital.de/IMS.01.2004.017
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