| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 1868-7776 |
| Ausgabe / Jahr: | 2 / 2026 |
| Veröffentlicht: | 2026-05-26 |
Am Beispiel des durch die Eisen- und Stahlindustrie geprägten Duisburger Nordens wird die Entwicklung der Feinstaubbelastung seit dem Jahr 2010 beschrieben und im Hinblick auf die neuen, ab dem Jahr 2030 geltenden Grenzwerte der neuen EU-Luftqualitätsrichtlinie 2024/ 2881 bewertet.
Die bauplanungsrechtliche Zulässigkeit eines Vorhabens im Außenbereich beurteilt sich nach § 35 BauGB. Da immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftige Anlagen in der Regel den Vorhabensbegriff des § 29 Abs. 1 BauGB erfüllen und die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen auch bei der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung vorliegen müssen, greifen insofern Bauplanungsrecht und Immissionsschutzrecht ineinander.
Der aktuelle Krieg im Nahen Osten zeigt, wie sensibel die Energieversorgung in Deutschland getroffen werden kann. Umso wichtiger ist der Ausbau von Energieanlagen, die eine größtmögliche Unabhängigkeit und Versorgungssicherheit gewährleisten. Dieser Ausbau hängt wesentlich an raschen Genehmigungen.
Der Anlagenbetreiber ist verpflichtet, den Immissionsschutzbeauftragten zu unterstützen, zum Beispiel durch Hilfspersonal. Der Aufsatz erörtert die Frage, wer zuständig ist, Entscheidungen über die Unterstützungspflicht zu treffen. Naheliegend ist, dass der Anlagenbetreiber – auch als Träger der Kosten – diese Entscheidungen treffen darf. Es wird hier jedoch vorgeschlagen, dass aus diversen Gründen der Immissionsschutzbeauftragte die Entscheidungskompetenz haben sollte.
Die Bundesregierung hat am 21.01.2026 den Gesetzentwurf zur Änderung des Umwelt- Rechtsbehelfsgesetzes beschlossen und damit auf Entwicklungen und Vorgaben des Völker- und Europarechts reagiert.
Das Kabinett hat am 21.01.2026 einen Gesetzesentwurf verabschiedet, um europäische Regeln zum Schutz von Mensch und Umwelt in nationales Recht umzusetzen und gleichzeitig Investitions-Anreize für die Industrie zu schaffen. Die neue Industrieemissions- Richtlinie (Industrial Emissions Directive „IED 2.0“) vermeidet und begrenzt Emissionen von Schadstoffen in Luft, Wasser und Boden und ist in ganz Europa Grundlage für die Genehmigung umweltrelevanter Industrieanlagen.
Neues UBA-Handbuch Umweltkosten beziffert globale Schäden durch jährliche deutsche Treibhausgasemissionen auf über 640 Milliarden Euro, die durch ambitionierten Klimaschutz vermieden werden können.
Die Maßnahmen zur Luftreinhaltung zahlen sich aus: 2025 wurden in Deutschland erneut alle Grenzwerte der europäischen Luftqualitätsrichtlinien eingehalten. Für Feinstaub ist es bereits das achte Jahr in Folge, für Stickstoffdioxid das zweite Jahr.
Auch bei der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA sollen Fans in Deutschland die Spiele bei Übertragungen im Freien gemeinsam verfolgen können. Das Bundeskabinett beschloss dazu am 25.03.2026 eine vom Bundesumweltministerium vorgelegte Verordnung. Sie sieht Ausnahmen von den geltenden Lärmschutzregeln vor, damit Städte und Gemeinden auch angesichts der Zeitverschiebung flexibler über Public-Viewing-Veranstaltungen entscheiden können.
Vor zwei Jahren hat das Umweltbundesamt (UBA) Monon-hexylphthalat (MnHexP) im Urin von Erwachsenen nachgewiesen. MnHexP ist ein Abbauprodukt des Weichmachers Din-hexylphthalat (DnHexP), der als fortpflanzungsschädigend gilt und deshalb in der EU nicht zugelassen ist. Die Funde ließen sich auf eine Verunreinigung eines UV-Filters in Sonnencremes zurückführen.
Emissionen sanken 2025 nur marginal. Klimaziele für 2030 bleiben erreichbar, wenn notwendige Maßnahmen umgesetzt werden. Akzeptanz klimafreundlicher Technologien steigt.
Die Landesregierung Rheinland-Pfalz hat eine neue Zuständigkeitsverordnung im Immissionsschutz beschlossen. Damit werden die bisherigen Regelungen überarbeitet und an die bestehende Rechtslage angepasst. So werden die Genehmigungsverfahren für Elektrolyseure zur Wasserstoffproduktion sowie für Biogasanlagen klar und einheitlich den Struktur- und Genehmigungsdirektionen (SGD) zugewiesen.
Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen treibt den Ausbau der erneuerbaren Energien voran. Ein Baustein ist dabei die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren für Windenergieanlagen. Mit dem neuen Artenschutzfachbeitrag-Tool (AFB-Tool) steht ab sofort ein digitales Instrument zur Verfügung, das Genehmigungsprozesse deutlich vereinfacht und beschleunigt.
Das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS startet gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und dem Zentrum für angewandte Forschung und Technologie e.V. (ZAFT) das Forschungsprojekt FastSense – Innovative Sensorik und KI für Umwelt- und Gefahrstoffmonitoring.
Im Klimasystem der Erde trägt die Antarktis entscheidend dazu bei, Sonnenstrahlung in den Weltraum zu reflektieren. Dabei spielen die großen weißen Eisflächen und Wolken eine entscheidende Rolle. Wie Wolken in der Antarktis entstehen, mit der Atmosphäre wechselwirken und von welcher Bedeutung Aerosole hierbei sind, ist jedoch noch nicht ausreichend erforscht.
Obwohl Plastikpartikel in der Luft zunehmend in den Fokus geraten, ist das Wissen über deren Verbreitung und Wirkung immer noch begrenzt. Chemische Analysen aus Leipzig liefern jetzt erstmals Details aus Deutschland dazu: Rund 4 Prozent der Feinstaub- Masse bestehen aus Plastik.
Kosteneffiziente Sensoren auf Drohnen können ein effektives Werkzeug sein, um die untersten Luftschichten besser zu untersuchen. Würden die Messungen der Luftqualität am Boden durch solche Dohnenmessungen ergänzt, dann könnten Monitoring, Luftqualitätsmodelle und Strategien gegen die Luftverschmutzung verbessert werden.
Hydroperoxide sind starke Oxidationsmittel, die erheblichen Einfluss auf die chemischen Prozesse in der Atmosphäre haben. Jetzt konnte ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung (TROPOS) zeigen, dass sich diese Substanzen auch mit Sonnenlicht aus α-Ketosäuren wie der Brenztraubensäure in Wolken, Regen und Aerosolwasser bilden.
Forschende untersuchen in einer Messkampagne mit Hilfe von Forschungsflügen, wie Wolken und Meereis miteinander interagieren und welche Rolle sie für die schnelle und verstärkte Erwärmung der Arktis spielen.
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die Bundesregierung für ihre Weigerung, endlich konkrete Luftreinhaltemaßnahmen gegen die steigende Luftverschmutzung zu beschließen. Mit dem am 11.02.2026 veröffentlichten Luftqualitätsjahresbericht 2025 bestätigt das Umweltbundesamt (UBA), dass „die durchschnittliche Belastung mit Feinstaub und Stickstoffdioxid über der der Vorjahre“ lag.
Nachdem der jüngste Luftqualitäts-Jahresbericht des Umweltbundesamtes einen Wiederanstieg der Luftbelastung zeigt und weiterhin 57.000 Todesfälle jedes Jahr durch Feinstaub und 23.000 Todesfälle durch das Dieselabgasgift Stickstoffdioxid (NO2) zu verzeichnen sind, startet die Deutsche Umwelthilfe (DUH) die bundesweite Schwerpunkt-Aktion „Saubere Luft 2030“.
Der VDI hat zwei neue Richtlinienentwürfe zum hygienegerechten Betrieb von Verdunstungskühlanlagen vorgelegt. Die Entwürfe VDI 2047 Blatt 2 und VDI-MT 2047 Blatt 4 richten sich an Betreiber, Planer und Fachpersonal und zielen darauf ab, gesundheitliche Risiken durch luftgetragene Keime zu minimieren.
Anorganische faserförmige Partikel wie Asbest stellen ein potenzielles Gesundheitsrisiko dar. Um ihre Konzentration verlässlich zu erfassen und fachgerecht zu bewerten, legt die VDI 3492 ein einheitliches Mess- und Auswerteverfahren für die Bestimmung anorganischer Fasern in der Luft fest.
Eine aktuelle Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes zeigt, dass sich mit Hilfe von Atmosphärenmessungen die Emissionen besonders klimaschädlicher Gase wie Schwefelhexafluorid bestimmen und lokalisieren lassen.
Die Europäische Kommission investiert mehr als 103 Mio. EUR in sieben strategische Projekte in ganz Europa, die im Rahmen des LIFE-Programms finanziert werden.
Das von der Bundesregierung beschlossene Klimaschutzprogramm 2023 bedarf ergänzender Maßnahmen, um das nationale Klimaziel einer Senkung der Treibhausgasemissionen im Vergleich zum Jahr 1990 um mindestens 65 Prozent bis 2030 zu erreichen. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am 29.01.2026 entschieden.
Obwohl sie eine Photovoltaik-Anlage auf einem Hausdach verschattet, darf eine ca. 50 Jahre alte, geschützte Waldkiefer nicht gefällt werden. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin entschieden.
Der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat entschieden, dass Privatpersonen nicht von Kraftfahrzeugherstellern verlangen können, das Inverkehrbringen von Pkw mit Verbrennungsmotor vor Ablauf der durch die EU-Pkw-Emissionsverordnung gesetzten Fristen zu unterlassen. Er hat die Revisionen der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe zurückgewiesen und die klageabweisenden Berufungsurteile damit bestätigt.
Der Eilantrag eines Drachen- und Gleitschirmfliegervereins aus dem Hochsauerlandkreis gegen die Erteilung einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung für eine Windenergieanlage im südlichen Außenbereich von Meschede hat keinen Erfolg. Das hat das erstinstanzlich zuständige Oberverwaltungsgericht am 19.03.2026 entschieden.
Auch bei einem gesetzlich eingeschränkten Prüfprogramm entfaltet die (fingierte) immissionsschutzrechtliche Änderungsgenehmigung Konzentrationswirkung. Deshalb muss der Anlagenbetreiber keine weiteren Genehmigungen einholen. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am 25.03.2026 entschieden.
Der Anwendungsbereich des § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 UmwRG ist nicht eröffnet, wenn die bei Erteilung einer Baugenehmigung anzuwendenden umweltbezogenen Rechtsvorschriften nicht die Auswirkungen der genehmigten heranrückenden Wohnnutzung betreffen, sondern ausschließlich die des benachbarten lärmemittierenden Betriebs. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am 17.03.2026 entschieden.
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