| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.1868-7776.2026.03 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 1868-7776 |
| Ausgabe / Jahr: | 3 / 2026 |
| Veröffentlicht: | 2026-08-25 |
Die Luftqualität in Deutschland hat sich in den letzten Jahren stetig und deutlich verbessert. So zeigt die mittlere Luftschadstoffbelastung mit Ausnahme von Ozon für alle elf in Europa geregelten Schadstoffe einen deutlichen Rückgang. Alle Grenzwerte werden mittlerweile eigehalten. Mit der neuen europäischen Luftqualitätsrichtlinie sind jedoch ab 2030 deutlich strengere Grenzwerte einzuhalten.
Der Luftqualitätsindex (LQI) des Umweltbundesamtes (UBA) bewertet die Luftqualität in Deutschland anhand der Konzentrationen von Ozon (O3), Stickstoffdioxid (NO2), Feinstaub (PM10, PM2,5) und Schwefeldioxid (SO2). Die Einteilung erfolgt stündlich in fünf Kategorien von „sehr gut“ bis „sehr schlecht“.
Mit der novellierten EU-Luftqualitätsrichtlinie (EU) 2024/ 2881 steigen die Anforderungen an die Luftreinhalteplanung. Für die schnelle und belastbare Bewertung verkehrsbedingter Umweltwirkungen wurde in Berlin das Maßnahmenorientierte Umwelt-, Luftschadstoff- und Klima-Qualitätsmanagement im Straßenraum Berlins (MAUS) entwickelt.
Luftverschmutzung ist die häufigste umweltbedingte Todesursache in der EU, und Lärm betrifft rund 20 % der EU-Bevölkerung mit gesundheitsschädlichen Pegeln (Europäisches Parlament, 2025). In beiden Fällen ist der Straßenverkehr die dominierende Ursache in Städten und zugleich der zentrale Eingabeparameter für stadtweite Immissionsmodelle.
In diesem Beitrag werden die Effekte von Alleenbäumen und Heckenreihen auf die Ausbreitung von Verkehrsemissionen in städtischen Straßenschluchten erläutert. Die Untersuchungen wurden an einem Modell einer Straßenschlucht in einem Windkanal durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass, bei einer Anströmung senkrecht zur Straßenlängsachse, Alleenbäume in dichter Bepflanzung die Belüftung von Straßenschluchten nachteilig beeinflussen.
Die Bundeswehr steht vor der größten infrastrukturellen Erneuerungsaufgabe seit ihrer Gründung. Die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa, die Verpflichtungen gegenüber der NATO sowie eine erweiterte Truppenstärke erfordern den zügigen Ausbau der militärischen Infrastruktur Deutschlands. Mit dem am 01.07.2026 im Bundeskabinett beschlossenen Entwurf für ein Bundeswehr-Infrastrukturbeschleunigungsgesetzes macht die Bundesregierung den Weg frei für die erforderliche Beschleunigung im militärischen Bereich.
Das Bundeskabinett hat am 20.05.2026 die Notifizierung einer freiwilligen Löschung von Emissionszertifikaten nach der EUEmissionshandelsrichtlinie (2003/87/EG, Artikel 12 Absatz 4) endgültig beschlossen. Diese Löschungen dienen der Absicherung von Emissionsminderungen, die durch die Stilllegung von Kraftwerksblöcken infolge des Kohleausstiegs erzielt wurden und können mehrere Jahre hintereinander erfolgen.
Die Bundesregierung will den strafrechtlichen Schutz der Umwelt verbessern. So sollen künftig in besonders gravierenden Fällen von Umweltkriminalität höhere Strafmaße möglich sein. Überdies sollen die Strafverfolgungsbehörden mehr Ermittlungsbefugnisse erhalten in Fällen von besonders schweren Umweltstraftaten. Beispielsweise sollen die Behörden in diesen Fällen erstmals auf verdeckte Ermittlungsmaßnahmen wie die Telekommunikationsüberwachung zurückgreifen können.
Deutschland verfügt über anspruchsvolles Umweltrecht, doch bei der praktischen Anwendung klafft häufig eine Lücke zwischen Anspruch und Realität. Vollzugsdefizite untergraben den Schutz von Umwelt und Gesundheit, den der Gesetzgeber vorgesehen hat. Wie die Implementation des Umweltrechts verbessert werden kann, zeigt der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) in seinem am 18.06.2026 veröffentlichten Sondergutachten.
Im Jahr 2025 haben die 1.794 stationären Industrie- und Energieanlagen in Deutschland im Europäischen Emissionshandel 1 (EU-ETS 1) etwa 264 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ausgestoßen. Das sind rund 3,2 Prozent weniger als im Vorjahr. 2024 lag der Rückgang der Emissionen stationärer Anlagen noch bei 5,5 Prozent.
Die Erholung der Ozonschicht in der Stratosphäre könnte sich um mehrere Jahre verzögern, zeigt eine internationale Studie unter Leitung der Empa. Ursache sind anhaltende Emissionen sogenannter Feedstock‑Chemikalien, die weiterhin als Ausgangsstoffe in der Industrie erlaubt sind.
Wohnnähe zu Windrädern ist in den untersuchten US-Daten nicht mit Schlafstörungen, Depressionen, Angststörungen oder Kopfschmerzen verbunden. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Niklas Rott (Universität Augsburg), Douglas Almond (Columbia University) und Osea Giuntella (University of Pittsburgh), die in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) erschienen ist. Es handelt sich um eine der bislang umfangreichsten Längsschnittstudien zu diesem Thema weltweit.
Das UV-Dualkamm-Spektrometer detektiert Gase mit bislang unerreichter Genauigkeit und Empfindlichkeit. Die kompakte Bauweise erlaubt den mobilen Einsatz mit einer Reichweite von einigen Kilometern.
Die Umweltbedingungen in der Atmosphäre verändern sich in China sehr schnell und ermöglichen es daher auf einzigartige Weise zu untersuchen, wie sich die verändernde Zusammensetzung der Atmosphäre auf Luftqualität, Wetter und Klima auswirkt.
Deutschland verfügt über zentrale rechtliche Möglichkeiten, um klimaschädliche Methan-Emissionen effektiv und verbindlich zu senken – doch die Bundesregierung lässt sie weitestgehend ungenutzt. Zu diesem Ergebnis kommt ein neues Rechtsgutachten im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH).
Jonathan Williams, Gruppenleiter in der Abteilung Atmosphärenchemie am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz, wurde auf der Jahresversammlung der European Geosciences Union (EGU) am 6. Mai mit der Vilhelm Bjerknes Medaille ausgezeichnet.
Die Anzahl an Feuerbestattungen nimmt in Deutschland stetig zu und liegt mittlerweile weit über 70 Prozent. Diese haben unmittelbare Auswirkungen auf Menschen, Umwelt und Klima.
Wo und wie kleine Aerosolpartikel in der Atmosphäre im Einflussbereich des Meeres entstehen, das untersuchen Wissenschaftler:innen des Instituts für Flugführung der Technischen Universität Braunschweig.
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) verkündet ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis „Saubere Luft 2030“ aus Gesundheitswesen, Wissenschaft sowie Umwelt- und Verbraucherverbänden.
Im Rahmen der Umweltministerkonferenz (UMK) am 8. Mai 2026 in Leipzig haben die Ressortchefinnen und -chefs von Bund und Ländern über aktuelle umweltpolitische Themen beraten, unter anderem über die Stärkung der Wasserresilienz, den Schutz der wasserwirtschaftlichen Infrastruktur und über nachhaltige Strategien zur Anpassung an den Klimawandel.
Most air quality monitoring stations in Europe achieve current EU legal standards for key air pollutants. However, the levels of key pollutants — like particulate matter, benzo(a)pyrene and especially ground-level ozone — remain a significant problem, according to the latest air quality assessments published today by the European Environment Agency (EEA).
Wird ein landwirtschaftlicher Betrieb um gewerbliche Tierhaltungsanlagen erweitert, kann die Privilegierung nach § 35 Abs. 1 Nr. 1 BauGB entfallen, wenn es sich nach der tatsächlichen Betriebsweise um einen einheitlichen Betrieb handelt und die ihm zuzuordnenden Flächen als eigene Futtergrundlage für den gesamten Tierbestand nicht ausreichen.
Eine Einrichtung für Pflegebedürftige muss keine gebietsprägende Wirkung entfalten, um dem Immissionsrichtwert von tagsüber 45 dB(A) zu unterfallen, den die Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) für Pflegeanstalten vorsieht.
Die vom (vormaligen) Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erteilte Genehmigung zur Stilllegung und zum Abbau von Anlagenteilen des Kernkraftwerks Biblis, Block A, ist rechtmäßig.
Die Richtlinie (EU) 2024/2881 über Luftqualität und saubere Luft für Europa vom 23. Oktober 2024 (LQ-RL) legt Grenz- und Zielwerte für die Qualität der Umgebungsluft fest und regelt Verfahren zur Beurteilung der Luftgüte sowie zur Festlegung von Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität.
Ziele der Entwürfe sind der Abbau von Bürokratie sowie die umweltrechtliche Beschleunigung und Vereinfachung von Planungs- und Genehmigungsverfahren – ohne dabei den Umweltschutz zu schwächen.
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