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Untersuchungen zum Emissionsverhalten einer Entenmastanlage
Im Rahmen eines Forschungsvorhabens wurden die Emissionen an einer Mastanlage für Pekingenten untersucht. Ziel des Forschungsprojekts war die Errichtung und der Betrieb eines Pilotstalles zur Entenmast, die Ermittlung der Emissionsdaten, die Optimierung der Entenmast und die Erprobung einer Abluftreinigungseinrichtung. Das Projekt wurde durch den Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) und durch das Land Sachsen-Anhalt gefördert . Zum Forschungsvorhaben wurde ein Bericht erstellt. Die von Tierhaltungsanlagen ausgehenden Geruchsstoff- und Ammoniakemissionen sind vielfach ein Grund von Anwohnerbeschwerden und führen verstärkt zu Akzeptanzproblemen. Im Gegensatz zu Schweine-, Rinder- und Hühnerhaltungen liegen für Entenhaltungen bisher keine fundierten Emissionsdaten vor.
Der von den Tieren ausgeschiedene Kot bzw. Harn ist die Hauptquelle der Ammoniak- und Geruchsbildung. Durch Stickstoffumwandlung in der Einstreu und Gülle kommt es in Abhängigkeit von
pH-Wert,
Stalltemperatur,
Partialdruckgefälle in der Grenzschicht,
und Stoffübergangskoeffizienten für Ammoniak
zur Freisetzung von Ammoniak.
Mit zunehmender Luftgeschwindigkeit erhöht sich die Ammoniakfreisetzung über einer Güllefläche, während sich bei Einstreu bei hohen Luftgeschwindigkeiten die Ammoniakfreisetzung durch Austrocknung der oberen Schichten verringert.
Die Ammoniakemission ist bei allen Tierhaltungsanlagen, unabhängig von der Tierart, von der Tiermasse (Anzahl der Großvieheinheiten), der biologischen Aktivität der Tiere (Wach- und Schlafphase) und den Witterungs- und Haltungsbedingungen abhängig. Man kann deshalb einen
Tagesgang
einen Gang über den Mastzeitraum
und eine jahreszeitliche Abhängigkeit der Emissionen
beobachten.
Die Ermittlung der Ammoniakemissionen über einen kurzen Zeitraum (z. B. 3 Halbstundenmittelwerte) liefert deshalb nur einen Momentanwert der Emission einer Anlage. Dieser Momentanwert kann sich infolge oben erwähnter Zusammenhänge sehr stark von der mittleren Jahresemission unterscheiden.
Seiten 116 - 120
Zitierfähig mit Smartlink: http://www.IMMISSIONSSCHUTZdigital.de/IMS.03.2007.116
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